25.03.11

1. Platz beim Sicherheitspreis Baden-Württemberg 2011

Kategorie: Public

 

Karlsruhe – Die Bewerbung der Karlsruher Firma Wibu-Systems AG mit seiner Lösung zum Schutz von Know-how gegen Produktpiraterie fand bei der Jury Anklang: der erste Platz des Sicherheitspreis Baden-Württemberg 2011 ging an Wibu-Systems. Oliver Winzenried, Vorstand und Gründer von Wibu-Systems, bekam am 24. März auf der Fachmesse eltefa in Stuttgart die Skulptur "Sicherheitspreis" zusammen mit der Urkunde von der Präsidentin des Landesamts für Verfassungsschutz Baden-Württemberg Beate Bube überreicht. Überzeugt hat die übergreifende Lösung Pro-Protect, denn erstmals können Unternehmen gleichzeitig die eingebettete Software bei Maschinen, deren Servicedokumente und Produktionsdaten vor Produktpiraterie wirkungsvoll schützen; zuvor gab es keine kostengünstigen, standardisierten Lösungen. Pro-Protect hilft Unternehmen, ihre Umsätze und ihr Know-how zu sichern – sie können somit ihren Wettbewerbsvorsprung länger halten.

Schirmherr und Mitinitiator des Preises, Innenminister Heribert Rech, gratulierte der Firma Wibu-Systems AG in Karlsruhe zum ersten Platz im Wettbewerb: "Das Projekt des Unternehmens wurde von der Jury ausgewählt, weil es beispielhaft für die Sicherheitsinfrastruktur ist. Jahr für Jahr gehen auch baden-württembergischen Unternehmen Millionensummen verloren, weil sie ihr Wissen nicht ausreichend vor Wirtschaftsspionage schützen. Der Sicherheitspreis soll helfen, unser Hightech-Land mit seinen Innovationen besser zu schützen."

Das Projekt Pro-Protect ist eines von zehn Projekten, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Ideenwettbewerb "Innovation gegen Produktpiraterie" gefördert und vom Projektträger Karlsruhe betreut wurde (Details unter www.produktionsforschung.de). Wibu-Systems als Koordinator hat mit seinen Industriepartnern ZSK Stickmaschinen GmbH, GiS Gesellschaft für Informatik und Steuerungstechnik GmbH und HOMAG AG sowie dem FZI Forschungszentrum Informatik in Karlsruhe als Forschungseinrichtung den bestehenden Softwareschutz CodeMeter so erweitert, dass die spezifischen Anforderungen und Bedürfnisse im Maschinen- und Anlagenbau erfüllt werden. Als Schutzhardware dienen die neu entwickelten Einsteckkarten, die in bestehenden Steuerungen und eingebettete Systemen nachgerüstet werden können und industrielle Eigenschaften, beispielsweise erhöhte Störfestigkeit und Arbeitstemperaturbereiche, erfüllen. Sie bieten einen hohen Schutzgrad, denn die Berechtigungen liegen im hochsicheren Smart-Card-Chip.

Oliver Winzenried freut sich: "Mit den durch Pro-Protect entstandenen Lösungen helfen wir, den Nachbau von Maschinen und Geräten zu erschweren, das enthaltene Know-how in der eingebauten Software oder der Dokumentation zu schützen, die Effizienz im Service zu erhöhen und durch neue Geschäftsmodelle den Umsatz zu steigern. Wir konnten die vorhandene Lücke standardisierter Schutzsysteme schließen. Der Sicherheitspreis ist für uns sehr wertvoll – sowohl er als das positive Feedback unserer Kunden, die erfolgreich Produktpiraten abwehren konnten, bestärken uns in unserem Engagement, noch trickreichere Lösungen zum Know-how-Schutz zu entwickeln. Unser Ziel ist, den Schaden durch Produktpiraterie einzudämmen. Dafür gibt es noch viel zu tun: 6,4 Milliarden Euro beträgt laut VDMA der geschätzte Schaden im Jahr 2010 durch Produktpiraterie beim Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland."

Rainer Glatz, Geschäftsführer der neuen Arbeitsgemeinschaft Produkt- und Know-how-Schutz im VDMA gratuliert Wibu-Systems ebenfalls zum ersten Platz: "Der Maschinen- und Anlagenbau kann sich Umsatz- und Imageverluste durch Produktpiraterie auf Dauer nicht leisten. Gerade die vielen Weltmarktführer aus unserer Branche benötigen Unterstützung durch Security-Spezialisten wie Wibu-Systems, um das wertvolle Know-how in diesen Unternehmen als auch in deren weltweit exportierten Produkten zu sichern."