Projekt Pro-Protect

Ziel des Projektes ist es, im Desktop-Computing existierende Lösungen zum Softwareschutz auf den Bereich der Produktion zu übertragen, um den Anforderungen des Anlagen- und Maschinenbaus nach einem durchgängigen Schutz vor den Gefahren der Produktpiraterie entsprechen zu können. Dies betrifft sowohl das Erschweren des Nachbaus von Maschinen und Komponenten, die mit komplexen Software-Funktionen ausgestattet sind, als auch die Abwehr von Methoden oder Verfahren, die auf das nicht autorisierte Kopieren und Nutzen von aufwändigen Maschinensteuerungsprogrammen zur Herstellung von geklonten Produkten abzielen.

Aktuelle Informationen für den Schutz gegen Produktpiraterie

Durch Schutz der Software im PC- oder Embedded-Bereich und dem Schutz von digitalen Maschinentagebüchern und Serviceunterlagen kann der Nachbau von Maschinen erheblich erschwert werden. Ein Konsortium arbeitet im Projekt Pro-Protect an verbesserten Lösungen. Wenn Sie besondere Anforderungen an Schutzmechanismen und Verfahren haben, um Ihr Firmen-Know-How wirkungsvoll zu schützen, lassen Sie uns das in unserem Industriearbeitskreis wissen. Wir greifen gerne Ihre Anliegen im Rahmen unserer Forschungsarbeiten auf und halten Sie dafür im Gegenzug über den Stand unserer Entwicklungsergebnisse auf dem Laufenden. Unsere Arbeiten werden überdies von den Industrieverbänden BITKOM und VDMA unterstützt.

Schutz von Software ist mangelhaft

Die zunehmende Bedeutung eingebetteter Software und damit verbundene Trends führen zu einem neuen Bedarf an Software- und Daten-Schutzmechanismen, der mit heute verfügbaren Methoden nicht gegeben ist:

  • Aus Kostengründen werden Produktvarianten (z.B. bei Stickmaschinen, Chip- und Wire-Bond-Maschinen) auf Basis einer einheitlichen Hardware-Plattform realisiert, während zusätzliche Leistungsmerkmale durch Software-Funktionen realisiert bzw. aktiviert werden
  • Outsourcing und zunehmender Kostendruck führen zu einem steigenden Bedarf an neuen Vertriebsformen und Geschäftsmodellen bei Investitionsgütern (Pay-per-Use, Leasing, etc.).
  • Neben den eigentlichen Anlagen sind in Computergestützten Produktionsanlagen in zunehmendem Maße auch Produktionsdaten schützenswert. Auch hier sind entsprechende Schutzmechanismen notwendig. Daher wächst der Schutzbedarf grundsätzlich in Richtung der Absicherung kompletter Entwurfs- und Fertigungsketten.

Schutz von geistigem Eigentum

Auf Grund des Wandels hin zur Informationsgesellschaft werden aus volkswirt-schaftlicher Sicht im heutigen globalen Wettbewerb gerade für Hochlohnländer wie Deutschland Schutzmechanismen für Intellectual Property immer wichtiger, um durch eine Eindämmung der Produktpiraterie die Ertragssituation der Unternehmen zu stärken, Arbeitsplätze zu schaffen und den Innovationsvorsprung zu halten. Anders als in den Bereichen Geschäftssoftware und digitalen Medien, wo sichere, hardwareunterstützte Schutzmechanismen bereits etabliert sind und in zunehmendem Maße gegen Produktpiraterie schützen, sind effiziente Schutzverfahren im Bereich von Embedded-Software und Produktionsdaten kaum vorhanden. Aus Mangel an standardisierten Lösungen werden von den Herstellern oft aufwändige, nur zweifelhaften Schutz bietende proprietäre Lösungen umgesetzt.

Schutz vor Produktpiraterie

Der Schutz vor Produktpiraterie gewinnt zunehmend auch im Investitionsgüterbereich an Bedeutung: Beispiele reichen von gefälschten Ersatzteilen bis hin zu Nachbauten von komplexen Gesamtanlagen. Software stellt bereits heute einen erheblichen Wirtschaftsfaktor dar. Grundsätzlich nimmt der Software-Anteil an Innovationen im Maschinen- und Anlagenbau stetig zu. Ein wirkungsvoller Schutz dieser Software ist folglich die Vorraussetzung für den Schutz der Produkt-Innovationen. Gleichzeitig steigt mit zunehmender Digitalisierung der Produktion die Bedeutung des Schutzes von digitalen Produktionsdaten.



BMBF
FKZ: 02PU1130

Kontakt

WIBU-SYSTEMS AG
Rüppurrer Straße 52-54
76137 Karlsruhe, Deutschland
Tel.: +49-721-93172-0
Fax: +49-721-93172-22
(I): www.wibu.de
(E): pro-protect@wibu.de